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PROJEKTE

Projektbeschreibung: Zu dem Kongress Stadt(T)räume - Kinder und Jugendliche gestalten ihre Stadt - hatte Minister Vesper vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW im Januar 2004 eingeladen. Anhand eines Einführungsfilms sollten die negativen und positiven Aspekte einer Stadt aus der Sicht von Jugendlichen dargestellt werden. Zudem Projekte vorgestellt werden, die durch die Stadt bzw. dem Land bereits für die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen realisiert wurden.

Produktion: Trotz kurzfristiger Zusage gelang es innerhalb von knapp zwei Wochen einen 5 minütigen Einführungsfilm zu schaffen, den das Publikum begeistert aufgenommen hatte.

Auftraggeber: Städte-Netzwerk NRW


Pressestimmen:

WAZ - 24.01.2004
Aktuelle Kinderwünsche: Turnhalle und Konzertsaal


Rund 300 Experten diskutierten gestern um "Stadt(T)räume" "Kinder und Jugendliche müssen stärker an der Stadtplanung beteiligt werden" - dafür plädierte Dr. Michael Vesper am Freitag auf dem Kongress "Stadt(T)räume" im stadt.bau.raum an der Boniverstraße in der Feldmark.
Der Kongress galt als Auftaktveranstaltung für die "Landesinititative Stadt(T)räume", mit der das Vesper-Ministerium auf Handlungsbedarfe und -möglichkeiten einer kinder- und jugend-gerechten Stadt aufmerksam machen wollte. Mit seiner Forderung nach mehr Kinder- und Jugendbeteiligung sprach der Landesminister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport Oberbürgermeister Oliver Wittke aus der Seele: Gestaltet doch die Stadt keinen Spielplatz mehr, ohne die Kinder vorher in die Planungen miteinbezogen und sie nach ihren Wünschen gefragt zu haben. "Wir haben Bolzplätze, Spielplätze und verkehrsberuhigte Straßen", erzählte Wittke den etwa 300 Kongressgästen, und wollte damit einen Beitrag gegen die Stadtflucht vor allem von jungen Paaren leisten. Zu den Gästen zählten unter anderem Stadtplaner und Vertreter von Jugendämtern und -verbänden.
Den Beweis für "das gute Miteinander zwischen Kindern und Erwachsenen" in Gelsenkirchen lieferte zu Beginn ein Film, der in drei Minuten an den Beispielen Evangelische Gesamtschule Bismarck und Consol-Theater Wünsche von Kindern deutlich machte: eine große Konzerthalle, wo Stars auftreten können und eine Turnhalle, wo sich daheimgeliebene Mädchen und Jungen in den Ferien austoben können. Auf dem Projekt- und Ideenmarkt in der ehemaligen Maschinen-halle der einstigen Zeche Oberschuir konnten sich Vesper und alle anderen Gäste über zwei Gelsenkirchener Projekte informieren: die "Trendsportanlage Consolidation" und Julius B.
Hier haben Martin Schabler und Nursel Balci mit Kindern aus Schalke-Nord einen Film gedreht, der zeigt, wie sie sich den Stadtteil vorstellen. Die Multifunktionsanlage für Trendsportarten soll auf Consol das bestehende Kinder- und Jugendtheater des Forum kunstvereint und das im Bau befindliche Musikprobenzentrum ergänzen.


Buersche Zeitung - 24.01.2004
Stadt als Baukasten für Kinder und Jugendliche


"Wir müssen lernen, unsere gemeinsame Zukunft auch gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zu planen." Das sagte gestern Städtebauminister Michael Vesper, als er den Kongress "Stadt(T)räume - Kinder und Jugendliche gestalten ihre Stadt" eröffnete.
Rund 300 Gäste, darunter viele Jugendliche, hatten sich im "stadt.bau.raum" der Zeche Oberschuir an der Boniverstraße eingefunden. "Ich lade Sie ein, die Stadt als großen Spielplatz oder, um im Bild zu bleiben, als Baukasten zu sehen. Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport sollen zum Spielfeld für Kinder und Jugendliche werden. Wir tun uns selbst einen Gefallen, wenn wir solchen, Kinderkram ins Zentrum unserer Entscheidungen rücken", erklärte der Minister.
Projekte dieser Art wurden auf einem Ideenmarkt in der ehemaligen Maschinenhalle präsentiert. Darunter waren auch zwei Beispiele aus Gelsenkirchen, die vom Stadtteilbüro Bismarck/Schalke-Nord vorgestellt wurden: die Planung einer Trendsportanlage auf dem Consol-Gelände und ein Videofilm, den Kinder über ihre "Stadt(T)räume" in Schalke-Nord gedreht haben.
In einem einleitenden Videofilm wurde zudem kurz über die Evangelische Gesamtschule in Bismarck, in deren Planung sich Kinder und Jugendliche wesentlich einbringen durften, und das Consol-Theater, das hauptsächlich für Kinder spielt und Jugendliche beruflich qualifiziert, berichtet.
Oberbürgermeister Oliver Wittke bezeichnete die beiden Einrichtungen als gute Visitenkarten der Stadt und bemerkenswerte Beispiele bürgerschaftlichen Engagements. Mit den Satz "Träume können die Welt verändern" zitierte er Martin Luther King.
Unter den Kongress-Teilnehmern war auch Gerd Teulings. Der ehemalige Geschäftsführer der Stadt-marketinggesellschaft, der sich selbstständig gemacht hat, entwickelt in Kevelaer im Rahmen eines "Dorfmarketings" mit Kindern und Jugendlichen einen heruntergekommenen Jugendtreff zu einem Jugendheim.


Weiterführende Links:
- Städte-Netzwerk NRW
- Stadt Gelsenkirchen
- Gelsenkirchener Geschichten